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Tiere im Meer

Im Wangerland an der Nordsee ist ein Leben ohne Tiere undenkbar. Was wäre das Meer ohne Krabben, das Watt ohne Wattwürmer, ein Strand ohne Möwen und ein Deich ohne Schafe?

Für viele Tierarten sind die Nordsee, der Nordseestrand und die Nordseeküste Lebensraum. Eine kleine Auswahl an Tieren, die Sie in und an der Nordsee entdecken können, möchten wir Ihnen hier näher bringen. Das eine oder andere Lebewesen wird Ihnen mit Sicherheit dann bekannter vorkommen.
 
Die Lieblinge der Urlauber und schönstes Urlaubsmotiv sind ohne Frage die Robben, die an der Nordseeküste und insbesondere im Nationalpark Wattenmeer anzutreffen sind. Hier oben gibt es zwei Robbenarten zu bewundern, die Kegelrobben und die Seehunde. Alle größeren Säugetierarten in der Nordsee sind gefährdet oder bedroht.
 
Viele Menschen glauben, es gibt in der Nordsee keine Wale. Doch das ist nicht richtig, es gibt sogar 8 verschiedene Arten! Der Größte seiner Art ist der Schweinswal, von denen zirka 260.000 in den Gewässern der Nordsee leben. Die Schweinswale haben im Wattenmeer selbst keine natürlichen Feinde zu fürchten, sind aber sehr gefräßig. Sie brauchen jeden Tag mindestens 4 kg Fisch und können nur erstaunliche 6 Minuten tauchen.
 
Im Wattenmeer leben ungefähr 70 verschiedene Fischarten, von denen allerdings nur zehn auf den trockenfallenden Wattflächen anzutreffen sind. Häufig unterwegs, wenn das Meer da ist, sind: Plattfische wie Seezunge, Flunder, Scholle, Steinbutt und Kliesche. Weitere Arten sind Haie, Aalmutter, Sandgrundel sowie Seeskorpion, Stichling, Hering, Hornhecht, Stör und Nordseeschnäpel.
 
Ein weiteres Lieblings-Foto-Motiv von Urlaubern sind unsere Deichschafe. Nein, die Beine sind auf einer Seite nicht kürzer, auch wenn das viele Urlauber denken. Deichschafe sind ganz normale Schafe, die für uns hier oben an der Küste sehr nützlich sind. Denn mit ihren rund zwei Zentnern Gewicht, auf ihre Hufe verteilt, haben die Schafe die gewünschte Eigenschaft, dass sie nicht die Grasnarbe zerstören, sondern die Oberschicht vielmehr immer wieder aufs Neue festtrampeln – eine „Trippelwalze“. Außerdem „mähen“ die Wiederkäuer die grünen Halme gleichmäßig ab, sodass sich die Deichwacht den motorisierten Rasenmäher sparen kann.
 
Wer noch keine Wattwanderung mitgemacht hat, der sollte dies unbedingt nachholen, denn im Watt steckt eine Menge Wurm drin! Und zwar der Wattwurm. Auf den trockenfallenden Wattflächen ist der Wattwurm, wie der Name schon sagt, der wichtigste und bekannteste Wattenmeer-Bewohner. Er ist braun bis schwarz gefärbt, fingerdick und durch seinen ausstülpbaren Rüssel, die roten Kiemenbüschel und sein dünneres Schwanzende unverwechselbar. Zu sehen bekommt man ihn eher selten, dafür aber seine Spaghettihäufchen, die durch seine Fresstätigkeit zustande kommen. Weitere Würmer, die im Watt buddeln, sind Seeringelwurm, Bäumchenröhrenwurm, Kotpillenwurm und Grüner Meerringelwurm.
 
Die Miesmuschel ist ein sehr umstrittenes Fischereiobjekt, denn sie ist nicht nur Futter für die Vögel, sondern sie ist auch als „Kläranlage“ bekannt, denn eine drei Zentimeter lange Miesmuschel filtriert bis zu einem Liter Wasser in der Stunde. Sie spinnt braune Fäden, mit der sie sich gegen Verdriftung schützen kann und die wie Moos aussehen. Und sie lebt als einzige heimische Muschel oberirdisch. Ihre Artgenossen aus dem Wattenmeer heißen Herzmuschel, Sandklaffmuschel, Europäische Auster, Rote Bohne, Schwertmuschel und Trogmuschel.
 
Wenn die Flut geht, liegen oft auf dem Watt eine Menge Krebse herum. Aber Vorsicht, denn auch im Watt können Krebse ordentlich zubeißen. Krebstiere sind so artenreich, vielfältig und interessant wie keine andere Tiergruppe. Einige sind auffällig groß und schmerzhaft, so wie die Strandkrabbe und der Taschenkrebs, und andere sind klein und scherzhaft, so wie der winzige Quallenflohkrebs oder der Schlickkrebs. Seepocken sind sehr sesshaft und manche wiederum sehr nahrhaft, wie die Garnelen, die auf dem Krabbenbrötchen locken.
 
Auf den Salzwiesen hinter den Deichen, wie zum Bespiel die Salzwiesen in der Nähe von Minsen-Förrien, leben ebenfalls über 1500 kleine, wirbellose Tierarten. Aber es gibt neben Tieren auch Pflanzen im Wattenmeer, allerdings nur kleines Gemüse, denn über und unter Wasser ist die Pflanzenwelt im Wattenmeer eher kleinwüchsig. Algen und Seegräser finden im Sand nur wenig Halt, weil sie nicht besonders hoch wachsen. Daher sind Rot-, Grün- und Braunalgen im Wattenmeer fast nur auf Muschelschalen zu finden. Eine Besonderheit im Watt sind die Seegräser, die als Blütenpflanzen den Schritt zurück ins Meer gemacht haben. Was wächst noch im Wattenmeer? Unter anderem Plankton, Palmtang, Fingertang, Darmtang, Blasentang, Bodenmikroalgen, Uferborstenhaar.
Wer mehr über das Leben im Wattenmeer und an der Küste Norddeutschlands wissen möchte, sollte das Nationalpark-Haus in Minsen-Förrien besuchen.