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Seglerfamilie

Die Seglerfamilie - Familie Hicken
Die Seglerfamilie - Familie Hicken

In Familie Hicken wird einem das Segeln in die Wiege gelegt. Genauer gesagt ist das Segelboot eine der Wiegen, denn der Nachwuchs kommt schon mit an Bord, bevor er laufen oder krabbeln kann. Nils Hicken und seine Frau Claudia sind ebenso mit dem Schaukeln der Wellen unter dem Bug aufgewachsen wie ihre drei Kinder Fynn, Jette und Luk.
Auch die Mitgliedschaft in der Segelkameradschaft Horumersiel e.V. wird quasi vererbt. Der SKHS e.V. hat seine Liegeplätze im Hafen von Horumersiel vor dem Wangersiel – eine ideale Ausgangsposition für Wochenend-Segeltörns zu den Ostfriesischen Inseln oder nach Helgoland.  
Hier liegt die Magister Wigbold, eine Dehler 34, Baujahr 1991. Das sportliche Familienschiff der Hickens mit Platz für bis zu sechs Personen läuft aber nicht nur am Wochenende aus, sondern sobald sich Zeit findet – was neben dem Betrieb der Tankstelle in Horumersiel und der Strandbar in Hooksiel gerade in der Hochsaison nicht einfach ist. Wenn es dann losgeht, ist das Ziel der Ausflüge eher zweitrangig. „Wir segeln, um zu segeln“, sagt Nils Hicken. Es geht in erster Linie darum, Wasser unterm Kiel zu haben. Nicht irgendein Wasser versteht sich, schon gar keine „Badewanne“, sondern die Nordsee mit ihren prickelnden Herausforderungen durch Tiden, Wind und Wellen, Priele und Sandbänke. Wann immer es geht, sind auch die Kinder mit an Bord. Jette, die in zwei Jahren ihren Segelschein machen kann, übernimmt gerne mal das Ruder. Ihr jüngerer Bruder Luk, der das eigenständige Segeln zurzeit auf einer Optimist-Jolle auf dem Wangermeer lernt, kümmert sich um die Segel und die Fender. Fynn, der Älteste, hat seinen Segelschein schon. Die Familienurlaube werden natürlich ebenfalls per Segelyacht unternommen: Da geht es mal nach List auf Sylt, mal nach Holland oder in die „dänische Südsee“ zwischen Svendborg auf Fünen und Rostock-Warnemünde. „Einmal im Jahr unternehmen wir auch Vereinsfahrten mit den Mitgliedern des SKHS“, berichtet Nils Hicken. Die führen dann zum Beispiel nach Bremerhaven und beinhalten auch einen Landausflug.  Besondere Höhepunkte des Seglerjahres bilden aber die Wettfahrten und Regatten. Dazu gehört die vom SKHS e.V. ausgerichtete Horum-Regatta mit 60 Schiffen unterschiedlicher Klassen. Oder die Mittwochs-Regatten, bei denen die Mitglieder des SKHS e.V. und des Hooksieler Segelvereins von Mitte Mai bis Anfang September alle zwei Wochen gegeneinander antreten. An allen Wettfahrten nehmen Claudia und Fynn regelmäßig teil. Für die Regatten kann man am Hafen in Horumersiel übrigens auch schon mal anheuern.
„Oft werden gerne noch Mitsegler mitgenommen, wenn eine Mannschaft nicht komplett ist“, sagt Nils Hicken. Abfahrt ist 17 Uhr, die Termine sind unter hooksail.de zu finden. Das größte „Rennen“ auf dem Wasser allerdings ist jedes Jahr die Nordseewoche, bei der Pfingstregatten von Helgoland aus stattfinden und z.B. bis nach Skagen und Kiel oder nach Edinburgh führen. Doch wenn die Zeit dann wirklich mal nicht zum Segeln reicht, ziehen sich die Hickens an ihren Lieblingsplatz an Land zurück – den Sandstrand von Schillig.