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Maibaum aufstellen und Tanz in den Mai

Woher kommt eigentlich der Brauch mit dem Maibaum? Die genauen Ursprünge sind nicht bekannt, aber nach Aufzeichnungen fand man angeblich schon im 13. Jahrhundert in der Eifel und in Thüringen einen „Pfingstbaum“ vor. Bis heute wird die Tradition vielerorts jeweils unterschiedlich abgehalten. Nach friesischer Tradition wird ein Maibaum mit grünem und bunt geschmücktem Kranz oben am Pfahl am Abend des 30. April aufgestellt. Dieser, bleibt wenn nicht gestohlen, bis Pfingsten stehen. Dorfbewohner, Gemeinschaften, Vereine, Freiwillige Feuerwehren und Landjugendgruppen feiern in der Nacht auf den 1. Mai den „Tanz in den Mai“ und bewachen dabei ihren Baum.

Nach wochenlanger Vorbereitung ist es endlich soweit. Der Baum wird abends am 30. April aufgestellt. Jetzt wird in allen Ortschaften im Wangerland an der Nordsee getanzt und gefeiert und der Baum wird die ganze Nacht bewacht. Zu einer weiteren Tradition gehört es, dem Nachbardorf den Maibaum zu „stehlen“. Wie das geht? Nicht einfach, aber machbar! In der Nacht zum 1. Mai verwandeln sich die Wangerländer Jungs in gewitzte Tüftler und Strategen. Baum finden, die Wachen observieren, Diebstahl planen, Kumpels zum Klauen zusammentrommeln. Das alles muss geplant sein, wenn der Maibaumklau gelingen soll. Wenn es dunkel wird, fährt man von Ort zu Ort und kundschaftet die bekannten Stellen aus. Je später die Nacht, desto spannender wird es für die Diebe. Während der Spähtrupp die Wächter ganz genau im Auge behält, warten die Wangerländer zuhause auf das Signal zum Ausrücken. Jetzt ist Geduld gefragt. Wenn der Vorposten eine Chance zum Zuschlagen wittert, wird der ganze Trupp per Handy zusammengetrommelt. Lautstärkereguliert natürlich. Wenn sich die Chance ergibt, schleichen die Diebe mit Baumwagen und Spanngurten zum Maibaum. Wenn der Baum unbewacht ist und die entscheidenden drei Spatenstiche am Baum gemacht wurden, gilt er als erfolgreich stibitzt.
Auch wenn das Maibaumstehlen in erster Linie ein Spaß ist, gibt es trotzdem ein paar Regeln, um den reibungslosen Ablauf der Diebeszüge zu gewährleisten. Diese Regeln zu befolgen, ist natürlich Ehrensache.

Wer sich die Nacht nicht um die Ohren schlagen möchte, der kann auch die wunderschönen Maibäume am nächsten Tag mit aufstellen. Mit Gastronomie wird auf dem Dorfplatz von Horumersiel, am 1. Mai um 11 Uhr der große Maibaum mit der Musikgemeinschaft Horumersiel und dem Seemannchor „Chorus Stella Polaris“ feierlich aufgestellt. In Schillig wird der Maibaum in der Fußgängerzone um 15 Uhr mit Segnung des Maibaumes durch Herrn Pfarrer Bratke aufgestellt und musikalisch umrahmt durch Frau Almuth Leiner auf dem Akkordeon. Restauration gibt’s rund um den Pfarrer-Hugo-Springer-Platz. Auch in Hooksiel wird der Maibaum in diesem Jahr am 01. Mai unter Begleitung der Musikgemeinschaft Horumersiel um 10 Uhr vom Busbahnhof zum Alten Hafen gebracht und aufgestellt.

Wir wünschen Ihnen einen schönen 1. Mai!