Das Ferienland Wangerland, mit dem Nordseeheilbad
Horumersiel-Schillig und den Küstenbadeorten
Hooksiel und Minsen-Förrien sowie dem Erholungsort
Hohenkirchen, gehört zu den führenden Urlaubs-
Regionen an der Nordsee

                                                                        foto: spektrum nord

 

 

30 Jahre Rennverein Hooksiel
Viele Jahre träumte eine kleine Gruppe Pferdesportfreunde im Wangerland davon, einen Verein zu gründen. Ziel des Zusammenschlusses sollte sein, sich um die „kulturhistorische Aufgabe der Zucht und die Förderung des Pferderennsports“ zu kümmern, so das offizielle Leitbild. Am 21. Februar 1981 war es schließlich so weit. Mit der Gründung des Hooksieler Rennvereins begann eine fruchtbare Zusammenarbeit, die heute auf eine 30-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann.
Dreh- und Angelpunkt im Verein ist dabei traditionell der sommerliche Höhepunkt, die Rennsaison. An insgesamt drei Tagen werden jedes Jahr bis zu 20000 Zuschauer auf der Jaderennbahn an der Hooksieler Bäderstraße erwartet. In unmittelbarer Nähe zum Strand dürfen sie sich in diesem Sommer auf spannenden Turfsport und packende Galopprennen freuen. Die Schirmherrschaft hat Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister übernommen.
Auftakt zur Rennsaison 2011 ist am 27. Juli, einem Mittwoch. Der erste Start erfolgt um ca. 18 Uhr, ebenso am zweiten Abend, einem weiteren Mittwochmeeting am 3. August. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet der Familientag am Sonntag, 14. August. Ab 14 Uhr erwartet die Besucher dann ein abwechslungsreiches Programm mit einem großen Kutschenkorso, Galopprennen, Minitrabern und vielen überraschenden Schaueinlagen. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg und weitere Angebote.
Die Vorbereitungen auf das Hooksieler Nordsee-Meeting laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren. Günther Lühring, 1. Vorsitzender des Rennvereins, kann sich dabei auf zahlreiche ehrenamtliche Helfer verlassen. „Ohne sie wäre die Rennsaison gar nicht zu verwirklichen“, weiß Lühring, der erst der dritte Vorsitzende in der Vereinshistorie ist. Einer der vielen Unterstützer, auf die Lühring und seine Vorgänger setzen können, ist Bert Albrecht. Als Bahnmeister kümmert er sich um den Zustand des Geläufes. 1024 Meter lang ist alleine die ovale Rennstrecke, die auf der Zielgeraden von einem Deich begrenzt wird. „Es muss immer Hand angelegt werden“, sagt Albrecht. In den vergangenen Wochen haben sie unter anderem Kabel für die Gastronomie verlegt, eine Lautsprecheranlage installiert und neue Kassenhäuschen errichtet. Der Untergrund der Rennstrecke wird ohnehin ständig in Form gebracht. Zugute kommt den Fahrern dabei, dass die Mitglieder des Rennvereins schon Mitte der 1990er-Jahre das Gelände in Eigenleistung drainiert haben. Selbst bei Regen ist die Bahn daher meist gut befahrbar.
Einmal allerdings kapitulierte auch die Entwässerung. Im Sommer 1997 fiel zwei Stunden vor dem ersten Start so viel Regen innerhalb von wenigen Minuten, dass sich die Organisatoren gezwungen sahen, den Renntag kurzfristig abzusagen. „Es ist das einzige Mal, dass ein Termin nicht eingehalten wurde“, betont Günther Lühring.
Wohl auch deshalb, sind die Hooksieler Renntage ein fester Bestandteil im sportlichen und kulturellen Leben an der niedersächsischen Nordseeküste.