Das Ferienland Wangerland, mit dem Nordseeheilbad
Horumersiel-Schillig und den Küstenbadeorten
Hooksiel und Minsen-Förrien sowie dem Erholungsort
Hohenkirchen, gehört zu den führenden Urlaubs-
Regionen an der Nordsee

Herr über 1500 Stellplätze



 

Der erste Arbeitstag in neuer Position verlief für Ingo Kruse ziemlich unspektakulär: Er hatte frei denn wer will schon am 1. Januar bei Minusgraden zelten?
 

Ingo Kruse ist der neue Leiter des Campingplatzes in Hooksiel. Und bei seinem offiziellen Dienstbeginn lagen die 1500 Stellplätze auf dem Areal an der Nordsee im Dornröschenschlaf. Spätestens am 1. April aber, wenn einer der größten Campingplätze in Europa in diesem Jahr seine Pforten öffnet und zum Leben erwacht, ist es vorbei mit der Ruhe. Aus Erfahrung weiß Ingo Kruse, dass von diesem Moment an bis zum Saisonende kaum Zeit zum Durchschnaufen ist. 2011 wird für ihn dabei ganz besonders spannend. War er in den vergangenen zehn Jahren noch der zweite Mann hinter Klaus Reiners auf dem Campingplatz in Schillig, trägt er jetzt alleine die Verantwortung für seine Gäste und rund 25 Mitarbeiter.
 

Die neue Aufgabe geht er deshalb auch mit Bedacht an: „Natürlich muss ich mich erstmal einfinden“, sagt der 48-Jährige, der dabei auch auf die Erfahrungen seiner Kollegen hören möchte. Das wichtigste sei für ihn erstmal, dass die Gäste zufrieden sind und wissen, wer der Neue ist, und an wen sie sich mit „jedem Wehwehchen“ wenden können, so Kruse. Er freue sich auf seinen Arbeitsplatz.
 

Was ihm im Vergleich zu Schillig in Hooksiel besonders gut gefällt, ist, „dass der Strand und der Campingplatz deutlicher voneinander getrennt“ sind. „So haben die Camper ihre Ruhe“, weiß er. Neu ist für ihn, dass er einen großen FKK-Bereich verantwortet. „Das ist schon was ganz Besonderes“, sagt er, „weil es in dieser Region einmalig ist.“ Mit seinen Fußball-, Volleyball- und Ringtennisfeldern sei dieser Teil des Campingplatzes sehr ansprechend gestaltet.
 

Interessant sei aber auch neueste Teil am anderen Ende des 30 Hektar großen Geländes, so Kruse. Hier, wo sich die Stellplätze der Reisemobile befinden, sehe er noch großes Entwicklungspotenzial. Erst 2008 waren an dieser Stelle 92 neue Plätze und zwei moderne Sanitätsgebäude errichtet worden. „Dieser Markt boomt unwahrscheinlich“, sagt Kruse. Er ist davon überzeugt, dass die Nachfrage noch lange nicht bedient ist.
 

Fragt man nach seinen eigenen Vorstellungen vom Traumurlaub nennt der passionierte Angler die Fjorde und Seen in Skandinavien. „Alle zwei Jahre machen wir eine Männertour nach Norwegen“, erzählt er. Er mag das Leben auf den Campingplätzen und hat selbst von Klein auf mit seinen Eltern die Ferien auf diese Weise verbracht. „Aber“, so Kruse, „wenn man die ganze Saison über so viele Menschen sieht, ist man am Ende ehrlich gesagt auch froh, wenn man eine Zeitlang mal nicht reden muss.“