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Die Möglichkeiten der modernen Medien sind sprichwörtlich grenzenlos. Denn der Ausbau des mobilen Internets erlaubt es den Nutzern heute, sich nahezu von jedem Ort der Welt durch das World Wide Web (www.) zu bewegen. Entscheidend für diese Entwicklung sind technisch immer komplexere Telefone, sogenannte Smartphones, die längst nicht mehr nur noch zum Telefonieren und Fotografieren benutzt werden. Mit ihrer Hilfe kann sich der Besitzer praktisch zu jeder Zeit und kabellos ins weltweite Netz einwählen.
Die Wangerland Touristik (WTG) trägt diesem Fortschritt jetzt als erste Touristikgesellschaft an der niedersächsischen Nordseeküste Rechnung. In dieser Woche präsentiert die Geschäftsführung mit der Wangerland-App und der Freigabe einer W-LAN-Zone in ihren Räumlichkeiten in Horumersiel zwei wichtige Neuerungen, die die Tourismusregion ihren Besuchern noch schneller und direkter näherbringt.
„Der Nutzen für unsere Gäste liegt auf der Hand“, freut sich WTG-Geschäftsführerin Ute Draschba über die Innovationen aus ihrem Hause. Jeder, der sich spontan entscheide im Wangerland zu übernachten, könne mit Hilfe der App „sofort eine Unterkunft buchen und sich gezielt über die Möglichkeiten hier vor Ort informieren“, so Draschba. Die App funktioniere dabei ähnlich wie eine Internetseite, allerdings abgestimmt auf die Funktionen eines Handys der neuesten Generation.
Um möglichst vielen Gästen diesen Service anbieten zu können, ist die App nicht für den Branchenprimus Apple und dessen iPhone ausgelegt. „Die App funktioniert auch für Handys, die mit den Betriebssystemen von Google (Android) oder Microsoft (Windows Phone 7) arbeiten“, erläutert Helmut Loerts-Sabin, Verlagsleiter in der Brune-Mettcker Druck- und Verlagsgesellschaft, die die App in Zusammenarbeit mit der WTG und der CoastCom Consulting entwickelt hat.
Neben praktischen Details wie der Unterkunftssuche und einem Buchungssystem zeigt die App auf einen Blick auch die neuesten Wetterdaten aus dem Wangerland, Bildergalerien und stellt die Verbindung zu zahlreichen Kameras (Webcams) her. Die Anwendung liefert aktuelle Nachrichten und zeigt im Veranstaltungskalender, welche Märkte, Feste und sonstige Aktivitäten anstehen. In naher Zukunft sind noch weitere Funktionen geplant, zum Beispiel fertig ausgearbeitete Radtouren, die direkt auf das Handy geladen werden können, kündigt Ute Draschba an. Die App sei damit sozusagen die Informationstafel im Taschenformat, so die WTG-Geschäftsführerin.
Harald Hinrichs, Bürgermeister der Gemeinde Wangerland, begrüßt die Initiative. „Auf diese Weise zeigen wir noch mehr Menschen, dass es sich lohnt, hierher zu uns ins Wangerland zu kommen“, sagt der Gemeindevertreter angesichts der Präsentation der neuen App in Horumersiel.
Die App (Kurzform von application, dem englischen Begriff für Anwendung) ist jedoch nicht die einzige nützliche Neuerung, die die WTG in dieser Woche vorstellt. Denn ab sofort haben Besucher in den Räumen der Tourist-Information und im Haus des Gastes in Horumersiel freien und vor allem kabellosen Zugang zum Internet. „Wir geben unseren Gästen die Gelegenheit, einfach und bequem zum Beispiel ihre E-Mails abzurufen“, erklärt dazu Stefan Koch, der das Projekt für die WTG betreut. „Dieser Service ist kostenfrei“, so Koch. Ziel sei es, sagte er weiter, in Zukunft auch im Gästehaus in Hooksiel und weiteren Einrichtungen der WTG sogenannte W-LAN-Zonen freizuschalten. Auf den Campingplätzen in Hooksiel und Schillig können die Camper schon heute drahtlos im Netz surfen. Wer hier das Angebot wahrnehmen möchte, muss zurzeit allerdings noch eine geringe Gebühr bezahlen.
Die neue W-LAN-Zone und die App sind die konsequente Fortsetzung des Kurses, den die Wangerland-Touristik bereits im vergangenen Jahr eingeschlagen hat. Mit der Anmeldung bei Twitter nutzt die Touristikgesellschaft seither gezielt die Möglichkeiten der modernen Medien und setzt dabei unter anderem auf die neuen sozialen Netzwerke im Internet. So ist die WTG nicht nur beim Text-Nachrichtendienst Twitter vertreten, sondern seit Januar dieses Jahres auch in der Cnline-Community facebook anzutreffen.