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Das Ferienland Wangerland, mit dem Nordseeheilbad
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Hooksiel und Minsen-Förrien sowie dem Erholungsort
Hohenkirchen, gehört zu den führenden Urlaubs-
Regionen an der Nordsee
Forschungsstation Wattenmeer in Schillig eröffnet
Wer zum ersten Mal das Wattenmeer sieht, mag den Eindruck einer kargen Landschaft gewinnen. Auf den zweiten Blick lässt sich jedoch bereits feststellen, dass der Meeresboden bei Ebbe dicht besiedelt ist. Unter dem Mikroskop betrachtet zeigt sich schließlich die wahre Vielfalt. Denn tatsächlich: Im Weltnaturerbe wimmelt es nur so von Leben.
Aus diesem Grund wurde am Donnerstag in Schillig auf dem Camping- und Strandgelände die neue Forschungsstation Wattenmeer eröffnet. Ermöglicht wurde dieses außergewöhnliche Projekt unter der Federführung der Wangerland Touristik GmbH (WTG) in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, dem Nordseehaus Minsen und der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (WAU) in Jever durch EU-Fördermittel. Finanziell beteiligt hat sich zudem der Landkreis Friesland. „Die Forschungsstation hier in unmittelbarer Nähe des Weltnaturerbes trägt wunderbar dazu bei, die Einzigartigkeit dieses faszinierenden Lebensraumes an der Küste herauszustellen“, begründet Sven Ambrosy das Engagement.
Der Landrat nannte in diesem Zusammenhang die wachsende Bedeutung solcher Einrichtungen für den Tourismus. „Diese Angebote sollen nicht belehrend sein, sondern Spaß machen, weil man gerne mitmacht“, hob Ambrosy hervor. Das Weltnaturerbe erschließe sich vielen Besuchern nicht auf den ersten Blick. Deswegen sei es umso wichtiger, dass es den Leuten in Einrichtungen wie dieser erklärt und näher gebracht werde, so Ambrosy.
Auch in der Gemeinde Wangerland stößt das Projekt auf breite Zustimmung. Bürgermeister Harald Hinrichs begrüßt, „dass mit dieser Einrichtung gerade bei jungen Urlaubern, aber auch zum Beispiel in Schulklassen hier vor Ort das Interesse am Wattenmeer weiter geweckt wird.“
Die Kosten teilten sich die Wirtschaftsförderung des Landes Niedersachsen, die Wirtschaftsförderung des Landkreises und die Initiatorin des Projektes, die WTG. Mit diesem Geld wurde das zuvor marode Gebäude komplett saniert. Die meiste Arbeit leisteten dabei die Mitarbeiter des WTG-Bauhofs. Sie hängten neue Fenster ein, verlegten die Elektrik und die Fußböden neu. Wo früher funktionale Tristesse herrschte, stehen jetzt Tische und Stühle bereit und informieren Poster und Bilder an den Wänden über das Leben im nahen Weltnaturerbe. Von außen erhielt das Haus eine Holzfassade. WTG-Geschäftsführerin Ute Draschba bat jeden Helfer einzeln nach vorne, um ihm persönlich für seinen Einsatz zu danken.
Das neue Angebot, das vom Diplomfachlehrer für Biologie, Wolfgang Gedat, für die WTG koordiniert wird, richtet sich an hiesige Schülergruppen ebenso wie an die Gäste, die mehr über das Wangerland erfahren wollen.
Bereits in den Herbstferien soll die Station, die zwischen den Deichen nahe der Minigolfanlage in Schillig liegt, für Gäste geöffnet werden. Geplant ist, dass kleinere Gruppen zunächst ins Watt ausschwärmen, um dort Proben zu entnehmen. Zurück in der Station, sollen diese dann an den Mikroskopiertischen analysiert werden.