Das Ferienland Wangerland, mit dem Nordseeheilbad
Horumersiel-Schillig und den Küstenbadeorten
Hooksiel und Minsen-Förrien sowie dem Erholungsort
Hohenkirchen, gehört zu den führenden Urlaubs-
Regionen an der Nordsee

 

Interview mit Fiete Münzner

 
„Die Musik von der Küste mochte ich schon immer“
Nach einer Elvis-Presley-Interpretation im Hamburger Star-Klub hat für Fiete Münzner die musikalische Laufbahn begonnen
Wie in jedem Jahr kommt Fiete Münzner, der Kapitän der guten Laune, am Dienstag, 25. Mai, auf seiner Deutschlandtournee nach Horumersiel. Ab 20 Uhr gastiert die „Hafenmelodie“ im Kursaal. Geboren in Cuxhaven, fuhr Fiete Münzner zunächst als Konditor zur See bevor er 1972 bei einem Talentwettbewerb im Hamburger Star-Klub den ersten Platz belegte und wenig später als „Fiete aus Hamburg“ seine erste Platte aufnahm.
Frage: Herr Münzner, Sie sind der erste singende Konditor, mit dem ich spreche. Wie viel Musik steckt in der Torte?
Antwort: Das kommt darauf an, wie sie verziert wird, die Schwingungen und Bögen. Auf die Torte für die Liebste gehören handgefertigte Rosen aus Marzipan.
Frage: Wer hat Sie 1972 darin bestärkt, an Ihrem ersten Talentwettbewerb im Hamburger Star-Klub teilzunehmen?
Antwort: Was kaum jemand weiß, mit der Elvis Presley-Interpretation „I need your love tonight“ hatte ich als 16-Jähriger schon 1963 meinen ersten Wettbewerb in Cuxhaven gewonnen. Danach bin ich bis 1972 vorwiegend auf Hochzeiten aufgetreten.
Frage: Wie kommt man von Elvis Presley zu Hans Albers und Freddy Quinn?
Antwort: Die Lieder von der Küste mochte ich schon immer. Ich bin halber Seemann. Mein Vater hat beim Zoll gearbeitet, mein Bruder war Kapitän und als Jungs haben wir in Cuxhaven immer gerne am Hafen gespielt.
Frage: Jeder Seefahrer wird irgendwann sesshaft. Haben Sie schon mal daran gedacht?
Antwort: Als Konditor bin ich nur in den Jahren 1965 bis 1969 zur See gefahren. Danach wollte ich Fußball spielen. So bin ich zu Tchibo nach Hamburg gekommen und habe bis 1978 Kaffee verkauft. Als ich erkannt habe, dass meine Laufbahn in der Musik liegt, habe ich schnell meine eigene Agentur gegründet. Ich bin doch sesshaft.
Frage: Und was ist mit den Kreuzfahrten?
Antwort: 1979 habe ich auf meiner ersten Kreuzfahrt gesungen. Danach waren es bis zu sechs Fahrten im Jahr. Letztes Jahr war ich insgesamt ein Vierteljahr zu Hause. Meine Frau und die Kinder sind meistens mitgekommen. Mittlerweile begleiten mich die Enkelkinder. 
Frage: Was muss ein Ort haben, damit Sie ihn für Ihre Fernsehsendung interessant finden?
Antwort: Einen Saal, in den mindestens 300 Leute passen und ebenso viele Betten. Denn wir bringen die meisten Gäste gleich mit. Das ist alles. Die „Hafenbar“ können wir überall aufbauen, egal ob an der Küste, in Berlin oder in Bayern.
Frage: Mit wem zeigen Sie sich am liebsten vor der Kamera?
Antwort: Mit meiner Partnerin Uta Carina. Wir arbeiten seit zehn Jahren zusammen. Sie schreibt die Drehbücher für die Sendungen. Ich kümmere mich um das Geschäftliche.
Frage: Wie kommt es, dass Sie nach 30 Jahren das Einzelkämpferleben aufgegeben haben?
Antwort: Uta Carina hat Ausstrahlung, wir verstehen uns gut und sie kommt beim Publikum an.  In diesem Jahr produzieren wir erstmals sieben neue Sendungen. Bei Volksmusik TV sind wir jeden Montag von 12 bis 13 Uhr und von 19 bis 20 Uhr zu sehen. Die Sendung, die wir in Horumersiel gedreht haben, wird bis zu zehn Mal im Jahr wiederholt. Das ist eine tolle Werbung für den Ort.
Frage: Sieben neue Sendungen, geht das zulasten der Live-Auftritte?
Antwort: Leider ja, wir haben die Tourneedaten zurückgeschraubt. Wir gehen nur noch dorthin, wo wir seit vielen Jahren auftreten, wo wir unsere Fans und viel Spaß haben.
Frage: Was brauchen Sie, damit Sie sich bei einem Auftritt wohlfühlen?
Antwort: Nur nette Leute, dann ist es egal, ob 50 oder 500 Gäste dort sind.
Frage: Fiete Münzner, der Kapitän der guten Laune, so nennt man Sie seit mehr als 30 Jahren. Wie gelingt es Ihnen, dass Sie immer gute Laune haben?
Antwort: Ich pfeife den ganzen Tag und mache Späße. Ich freue mich, wenn ich neue Dinge tun kann. Montag, der Wochenbeginn, ist deshalb mein Lieblingstag.