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"150-Jahre Badewesen im Nordseeheilbad Horumersiel-Schillig und ein Jahr UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer"

Jubiläumsfeier in Horumersiel-Schillig 
Ministerpräsident Wulff gratuliert zu „150-jähriger Erfolgsgeschichte“ an Niedersachsens Nordseeküste

 

Mit einem großen Festakt feierten die Wangerländer am Donnerstag das 150-jährige Jubiläum ihres Nordseebades Horumersiel-Schillig. Bei strahlend schönem Sommerwetter kamen sie mit vielen Urlaubern und Gästen am Strand zusammen, um an die Entstehungsgeschichte zu erinnern und die Einzigartigkeit des Unesco-Weltnaturerbes zu genießen. Die Liste der Gratulanten war lang und sie war prominent besetzt. Allen voran Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff war der Einladung gefolgt und überbrachte als Schirmherr der Feierlichkeiten seine Glückwünsche.

In seiner Rede betonte er die Bedeutung der Nordseeküste als „eine der tollsten Urlaubsregionen Europas“, wohin er immer wieder gerne zurückkehre. Horumersiel-Schillig nehme dabei eine besondere Stellung ein. Hier wurden „150 Jahre absolute Erfolgsgeschichte“ geschrieben, sagte Wulff. Eine historische Badekutsche aus der frühen Zeit des Badewesens inmitten des heutigen Strandkorb-Panoramas untermalte seine lobenden Worte.

Zum Dank und als bleibende Erinnerung überreichten Ute Draschba, Geschäftsführerin der Wangerland Touristik, und Wangerlands Bürgermeister Harald Hinrichs dem Anwärter auf das Amt des Bundespräsidenten eine Flagge mit dem Wahrzeichen des Wangerlands, dem Seewiefken. „Hissen Sie diese am Schloss Bellevue und sorgen Sie damit in Berlin für Diskussionen“, ermunterte Hinrichs in Anspielung auf die Abbildung der barbusigen Nixe.

Neben dem 150-jährigen Jubiläum des heutigen Nordseeheilbades Horumersiel-Schillig wurde in den Festreden immer wieder auch der zweite Anlass für die Feierlichkeiten hervorgehoben. Ein Jahr ist es jetzt her, dass das Wattenmeer zum Unesco-Weltnaturerbe ernannt wurde. „Wir sind sehr, sehr stolz darauf und werden es hegen und pflegen“, versprach Frieslands Landrat Sven Ambrosy.

Als sichtbares Zeichen der Wertschätzung standen an diesem Tag an der Wasserkante 22 Seehund-Skulpturen aufgereiht. Sie werden vom Wangerland aus ihren Weg in die Partnergemeinden entlang der Nordsee finden. Die einzige in blau gehaltene Robbe wurde dem Ministerpräsidenten von Oliver Melchert, Geschäftsführer der Nordsee GmbH, als Geschenk versprochen. Die anderen aber, die noch gänzlich weiß strahlen, werden künftig einen Platz in verschiedenen Küsten- und Inselorten finden. Dort sollen Künstler und Kinder für einen unverwechselbaren Anstrich sorgen. Den Auftakt zu dieser einmaligen Aktion gab im Übrigen Christian Wulff. Er signierte eine der lebensgroßen Skulpturen, ehe er Horumersiel-Schillig an Bord seines Reisebusses verließ.