Das Ferienland Wangerland, mit dem Nordseeheilbad
Horumersiel-Schillig und den Küstenbadeorten
Hooksiel und Minsen-Förrien sowie dem Erholungsort
Hohenkirchen, gehört zu den führenden Urlaubs-
Regionen an der Nordsee

 

Schwitzen am Meer - bei jedem Wetter

Die Strandsauna in Hooksiel machts möglich

 

 
 
„Strandsauna“ steht in großen Buchstaben an dem Zirkuswagen gleich gegenüber dem Kiosk am FKK-Strand in Hooksiel. Und tatsächlich, wer die Tür öffnet, steht im Umkleideraum. An der Wand hängen Bademäntel, Handtücher liegen auf Bänken. Durch eine Glastür dringt der Duft ätherischer Öle. Heißer Dampf schlägt sich in der Sauna an der Fensterscheibe nieder, die den Blick freigibt auf Strand und Meer.
Wer genug geschwitzt hat, streift sich einen Bademantel über, stürzt sich nackt in die Fluten oder geht die paar Meter zu den Duschen vor dem Wagen. Für Warmduscher stehen über dem Kiosk sanitäre Anlagen bereit. Danach geht’s zurück in den Wagen – den Ruhewagen, gleich gegenüber der Sauna. Vor großen Fensterscheiben stehen Deckchairs. Hier kommen die Saunagäste wieder zu Kräften, egal wie stark draußen der Wind bläst und ob es regnet oder die Sonne scheint.
Von Ostern bis Ende September ist die Strandsauna täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind nach telefonischer Absprache unter 01522/8602468 möglich.
Die Idee für die Strandsauna kam Theda Janssen-Nickel vor vielen Jahren. Im Urlaub auf Sylt hatte sie ein ähnliches Modell kennengelernt. „Ich plumpse immer aus Neugierde in Sachen rein“, sagt die diplomierte Ökotrophologin. Freunde wollten einen Zirkuswagen verkaufen und da war es wieder da, das Hirngespinst von einer mobilen Sauna. „Erst wollten wir sie nur für uns nutzen“, sagt Theda Janssen-Nickel. Aber als Kurverwaltung und Gemeinde Wangerland sich begeistert von der Idee zeigten, wurde mehr daraus. Freunde und Familie, alle mussten mit anpacken. „In so einem Wagen stecken hunderte von Problemlösungen“, sagt die frisch gebackene Geschäftsfrau. „Es ist wie bei einem alten Haus. Man tauscht immer mehr aus.“
Im Juli vergangenen Jahres war es dann soweit. Theda Janssen-Nickel konnte die erste Strandsauna an der niedersächsischen Küste einheizen. Den Ruhewagen gab es noch nicht. „Sonnensegel, Zirkuszelt, Strandkorb – ich hatte viele Ideen.“ Aber nichts erwies sich als wirklich tauglich für das raue Klima an der Küste. Ein zweiter Wagen musste her. Diesmal hat Theda Janssen-Nickel das Pferd andersherum aufgezäumt. Anstatt immer mehr auszutauschen, hat sie nur das Gerüst eines Kippers aus der Landwirtschaft genommen, Wände, Dach, Boden und Innenausstattung wurden neu aufgebaut.
Jetzt ist das Saunavergnügen perfekt, bis im Herbst die Wintersturmfluten drohen. Dann muss Theda Janssen-Nickel das Feld räumen und die Strandsauna ins Winterquartier auf einen  Hof im Wangerland bringen.