Das Ferienland Wangerland, mit dem Nordseeheilbad
Horumersiel-Schillig und den Küstenbadeorten
Hooksiel und Minsen-Förrien sowie dem Erholungsort
Hohenkirchen, gehört zu den führenden Urlaubs-
Regionen an der Nordsee
Gottesdienst im Watt vor Schillig
 
                       (Foto:spektrum -nord)
 
Nach der erfolgreichen Premiere 2009 folgte jetzt der 2. ökumenische Wattgottesdienst vor Schillig. Rund 400 Besucher verteilten sich auf den Stühlen im Schlick, am Strand oder nahmen bei der Andacht im Stehen teil. Geleitet wurde der Gottesdienst von Sabine Kullik, Pastorin der evangelischen Kirchengemeinden Wiarden und Minsen, sowie ihrem Amtskollegen vom katholischen Pfarrbezirk Wangerland, Lars Bratke. Für die musikalische Unterstützung sorgte ein Posaunenchor mit Mitgliedern der Oldenburgischen Landeskirche. Geleitet wurde er von Peter Gallikowski.
Unter dem Motto „Du führst uns hinaus ins Meer“ predigten die Pastoren mit Blick auf das Weltnaturerbe. Immer wieder schlugen sie in ihren Ausführungen den Bogen zum weiten Horizont, zur See und der Stimmung, die sich bei stürmischem Wind unter den Gästen ausbreitete. „Man muss seine Botschaft anpassen und immer auch die Atmosphäre vor Ort aufgreifen“, sagte Sabine Kullik im Anschluss an den rund 45-minütigen Gottesdienst. Hier, außerhalb der Kirche falle es mitunter leichter, die Leute zu erreichen, erläuterte sie die ungewöhnliche Ortswahl. „Wir wollen die Menschen neugierig machen, wieder in die Kirche zu kommen“, ergänzte Lars Bratke.
Angesprochen von diesem Konzept fühlte sich auch Johannes Bläsi. Der Heilbronner, der mit seiner Familie zurzeit Urlaub auf einem Bauernhof im Wangerland macht, hatte zufällig beim Strandspaziergang vom Gottesdienst erfahren und war spontan stehen geblieben. Das Watt, so Bläsi, sei „der passende Platz für das Lob Gottes“. Hier befinde man sich inmitten der Schöpfung. Gut für Bläsi und die vielen anderen Gäste: Eine Wiederholung für 2011 wird bereits geplant.