Das Ferienland Wangerland, mit dem Nordseeheilbad
Horumersiel-Schillig und den Küstenbadeorten
Hooksiel und Minsen-Förrien sowie dem Erholungsort
Hohenkirchen, gehört zu den führenden Urlaubs-
Regionen an der Nordsee

 

Norddeutsche Boßler gewinnen gegen Mannschaft aus Bayern und Tirol

Schnurgerade Wege, eine steife Brise und grüne Deiche: Sie sind das platte Land eben nicht gewohnt. Bei einem Duell gegen ihre nördlichen Kollegen hatten die Extrem-Boßler aus Bayern und Tirol in einem Duell am Sonnabend, 8. November, das Nachsehen. Nur nicht in der Stimmung: Da waren sich Nord und Süd einig.

Was in Süddeutschland oder Österreich für fragende Blicke sorgt, ist im Norden Volkssport Nummer eins – das Boßeln. Aber auch im Süden hat die Sportart einige Fans. Vorreiter ist das "Magic Mountain Boßelteam". Die Extrem-Boßler aus München und dem Tiroler Ort Scheffau rollen ihre Boßel – auf Plattdeutsch "Kugel" – bereits seit 13 Jahren auf unbefestigten Wegen und Wanderpfaden bergauf und -ab. Für sie Grund genug, um einmal im Duell gegen ein norddeutsches Boßel-Team anzutreten.

Am vergangenen Wochenende war es dann soweit: Mit Boßel-Kugeln im Gepäck zog es die Extrem-Boßler aus Bayern und Österreich ins Wangerland. Auf der sechs Kilometer langen Strecke an der niedersächsischen Nordseeküste lieferte sich das neunköpfige "Magic Mountain Boßelteam" einen spannenden Wettkampf gegen eine norddeutsche Mannschaft, bestehend aus begeisterten Hobby-Boßlern. Die Spieler mussten vor allem Kurven und Spurrillen optimal ausnutzen, um möglichst zu verhindern, dass die Kugel außerhalb der Begrenzung beispielsweise in einem Graben landet. Für die Extrem-Boßler aber keine schwere Aufgabe. Schließlich sind sie bergige Strecken gewohnt.

Der wunderschöne Blick ins weite Watt lockte auch einige Zuschauer von nah und fern an, die die beiden Teams kräftig anfeuerten. Denn das Boßeln hat nicht nur einen riesigen Spaßfaktor, es garantiert auch eine einmalige Entdeckungstour durch die einzigartige Naturlandschaft. Und da im November traditionell die Grünkohlsaison in Norddeutschland beginnt, endete die sportliche Runde an der frischen Nordseeluft stilecht im Hotelrestaurant Leuchtfeuer im Nordseebad Horumersiel.

"Der Spaß steht im Vordergrund, erst dann kommt der sportliche Ehrgeiz", so Walter Lidschreiber aus dem Team der Extrem-Boßler. "Wir sind kein Verein, sondern eine Gruppe von Jung und Alt, die sich seit vielen Jahren für das Boßeln begeistert." Der waschechte Münchner hatte 1995 in der Nähe von Bad Segeberg die Sportart für sich entdeckt und "importierte" sie schließlich in den Süden. Als Organisator der Boßel-Turniere in Scheffau vereint er zweimal im Jahr zirka 100 Begeisterte zu diesen Events. Christian Röckl, der ebenfalls dem "Magic Mountain Boßelteam" angehört, fügt hinzu: "Für uns war es ein beeindruckendes Boßel-Erlebnis an der niedersächsischen Nordseeküste. Im nächsten Jahr kommen wir gerne wieder."

Auch Oliver Melchert, Pressesprecher der Nordsee GmbH, zeigt sich zufrieden: "Dass das Boßeln ein einzigartiges Vergnügen ist, hat uns der Wettstreit zwischen Nord und Süd einmal mehr gezeigt. Die Sportart erfreut sich auch bei zahlreichen Urlaubern großer Beliebtheit. Schließlich kann man beim Boßeln mal wieder richtig durchatmen und sich die gesunde Nordseeluft um die Nase wehen lassen."