Der Strandkorb ist längst über deutschlands Grenzen hinaus berühmt geworden. Die praktischen bunten Sessel schützen im Sommer vor der Sonne und im Frühjahr vor Regen und Sandflug.
Den ersten Strandkorb hat 1882 der Rostocker Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann für die rheumakranke Elfriede von Maltzahn entwickelt. Schnell zeigte sich, dass der Sessel für die Küste nicht nur für rheuma-kranke Menschen viele Vorteile hat. So entstand schon 1883 die erste Strandkorbvermietung. Seit 1887 lässt sich der Strandkorb auch in Liegefunktion nach hinten klappen.
Einst als Einsitzer konstruiert, trat er als Rückzugsraum für zwei seinen Siegeszug durch sämtliche Strandbäder an Nord- und Ostsee an.
Die typische eckige Form kennen wir allerdings nur an der Nordsee. Der klassische Ostseestrandkorb ist abgerundet.
Die Geflechte aus Kunststoff, Naturrohr oder Rattan werden zum Schutz vor Wind und Wetter im Winter eingelagert. Mit Saisonbeginn kommen sie allmählich wieder zum Vorschein und schmücken die Strände in Horumersiel, Schillig und Hooksiel.
Sechs original Wangerländer Strandkörbe zieren übrigens auch das Hardtbergbad in Bonn. Eine Delegation aus der ehemaligen Bundeshauptstadt hatte die Nordseebotschafter im April vergangenen Jahres zusammen mit einem dutzend Tonnen Nordseestrand in Schillig aufgeladen und nach Bonn gebracht. Dort können sich die Gäste nun während der Freibadsaison von den Vorzügen eines Nordseeurlaubs überzeugen.