Jedes Jahr, wenn die Winterstürme an der Küste toben, wird das Problem offensichtlich. Anm Fuße der Deiche wird jede Menge Teek angespült. Die Deichverbände müssen den „Abfall“ teuer entsorgen, denn sonst erstickt darunter die Grasnarbe und der Deich wird brüchig. Die niedersächsische FDP will sich jetzt um eine kostengünstige Lösung bemühen. Das teilt der ostfriesische Landtagsabgeordnete Roland Riese mit.
Riese zufolge wird die Schutzvorschrift im Gesetz über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zu restriktiv genutzt. Dadurch würden schonende Beweidung und das Mähen des Aufwuchses als Beeinträchtigung des charakteristischen Landschaftsbildes gewertet.
Teek entsteht aus Uferbewuchs, der mit der Flut aus Meer getrieben und schließlich als Teek wieder am Deichvorland angeschwemmt wird. Durch intensiveres Mähen oder Beweiden der Flächen wird die Teekbildung also stark reduziert. Niedersachsens Umweltminister Hans Heinrich Sander hat deshalb bereits im Sommer des vergangenen Jahres ein Gutachten über die Bewirtschaftung des Deichvorlandes in Auftrag gegeben. Ergebnisse erwarten die Liberalen in diesem Sommer.