Barrierefreiheit ist mehr als eine Rollstuhlrampe vor dem Hoteleingang. Das stellte Frieslands SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, jetzt während einer Fachkonferenz des Tourismusverbands Niedersachsen in Hohenkirchen fest.
Zur Barrierefreiheit gehöre zum Beispiel auch, dass Hinweise in Blindenschrift angeschlagen sind und Gehbehinderte problemlos Deich und Strand erreichen.
Immerhin seien zehn Prozent der Bevölkerung auf barrierefreies Reisen angewiesen, für 40 Prozent bedeute es eine spürbare Erleichterung, so Prof. Enno Schmoll vom Institut für innovative Tourismus- und Freizeitwirtschaft an der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven. Tudien zufolge würden Behinderte wesentlich häufiger verreisen, wenn es geeignete Reiseziele gebe. Karin Evers-eyer bezifferte das Marktvolumen, das es für Touristiker in diesem Segment zu erschließen gelte, auf einen deutschlandweiten Nettoumsatz von zusätzlich 4,8 Milliarden Euro und 90.000 Vollzeitarbeitsplätze.