Das Ferienland Wangerland, mit dem Nordseeheilbad
Horumersiel-Schillig und den Küstenbadeorten
Hooksiel und Minsen-Förrien sowie dem Erholungsort
Hohenkirchen, gehört zu den führenden Urlaubs-
Regionen an der Nordsee

Trendbericht zu 34 Vogelarten im Wattenmeer vorgelegt

Ein Schwarm Knutts zieht über‘s Wattenmeer.Foto: John FrikkeDas niederländisch-dänisch-deutsche Wattenmeergebiet – ein Feuchtgebiet mit über 14.000 Quadratkilometer Fläche - ist weltweit eines der wichtigsten Rast- und Überwinterungsgebiete für Wat- und Wasservögel auf dem Ostatlantischen Zugweg, der sich von der Arktis bis nach Südafrika erstreckt. Entsprechend dieser internationalen Bedeutung werden die Rastvögel im Wattenmeer seit über 20 Jahren gezählt. Das Internationale Wattenmeersekretariat hat jetzt zum zweiten Mal Trends zur Entwicklung der Rastbestände von 34 bedeutenden Vogelarten aus dem trilateralen Überwachungsprogramm des Wattenmeeres veröffentlicht.

„Die hohe Qualität und die langjährige Konstanz der Vogelzählungen erlauben nun Trendberechnungen, die ein weltweit einzigartiges Instrument zur Verfügung stellen, um den Zustand des Ökosystems Wattenmeer und die Ziele des Vogelschutzes zu überprüfen", so Jens Enemark, der Leiter des Internationalen Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven.

Die Trendberechnungen zeigen sowohl über 20 Jahre als auch über den kürzeren Zeitraum von 10 Jahren, dass die Zahlen weiterhin bei knapp einem Drittel der wattenmeerweit gezählten Rastvogelarten deutlich abnehmende Bestände ausweisen. Zu den Arten mit negativem Trend gehören neben Aus-ternfischer, Kampfläufer, Silbermöwe und Seeregenpfeifer noch weitere sechs Arten. Allerdings weisen etwa genauso viele Rastvogelarten – zum Beispiel Löffler, Spießente, Sanderling und Kiebitzregenpfeifer - eine sig-
nifikante Zunahme der Rastbestände auf. Die Ursachen der Bestandsrückgänge einzelner Vogelarten werden untersucht. Bis jetzt ist noch unklar, ob die Ursachen für den Rückgang im Wattenmeer oder eher außerhalb, beispielsweise in den Brutgebieten der Arktis oder auf den Flugrouten der Vögel zu finden sind.

Zählungen werden seit mehr als 20 Jahren zeitlich synchron in den drei Anrainerländern durchgeführt, ausgewertet und vom Internationalen Wattenmeersekretariat koordiniert.